| Formelzeichen | HB |
|---|---|
| Einheit | HB |
| Attribut-ID | surface_hardness_brinell |
| Numerische ID | 5769 |
| Datentyp | PMTechValue |
Der Brinellhärtewert HBW beschreibt den Widerstand eines Werkstoffs gegen das Eindringen eines kugelförmigen Prüfkörpers. Das Verfahren gehört zu den statischen Härteprüfverfahren und ist besonders geeignet für weiche bis mittelharte Werkstoffe (z. B. ungehärtete Stähle, Gusseisen, Nichteisenmetalle).
Bei der Brinellprüfung wird eine Hartmetallkugel mit definierter Kraft (in Newton) über eine bestimmte Zeit (in Sekunden) in die Werkstückoberfläche gedrückt. Der Durchmesser des bleibenden Eindrucks wird anschließend gemessen. Aus der Prüfkraft, dem Kugeldurchmesser und dem Eindruckdurchmesser ergibt sich der Brinellhärtewert in der Einheit HBW.
Die Prüfbedingungen werden mit dem Härtewert angegeben, z. B.: HBW 10/3000/15
→ 10 mm Kugeldurchmesser, 3000 kp Prüfkraft, 15 Sekunden Belastungsdauer.
Zwischen der Brinhellhärte und der Vickershärte kann nach FKM 616 "Rauheit und Randschicht" Näherungsweise der Zusammenhang:
HB = (HV + 1,07)/1,03
verwendet werden.
Ist nur die Zugfestigkeit R_m bekannt, so kann näherungsweise
HB = R_m / 3,5
verwendet werden.