Die Flankenhärte (Oberflächenhärte) in Brinell (HB) wird zur Bestimmung des Härteverhältnisfaktors ZW verwendet. Der Härteverhältnisfaktor ZW berücksichtigt unterschiedliche Härtewerte von Ritzel und Rad. Wenn das Ritzel wesentlich härter ist als das Rad, erhöht der Kaltverfestigungseffekt die Flankentragfähigkeit der Verzahnung.
- Weist das Rad eine deutlich niedrigere Oberflächenhärte als das Ritzel auf, so wird in der Berechnung für das Tellerrad eine steigende Randhärte im Betrieb angenommen. Dies erhöht die Grübchentragfähigkeit und wird im Härteverhältnisfaktor ZW berücksichtigt. Dieser Effekt tritt nur bei vergüteten Tellerrädern auf.
- Sind Ritzel und Rad vergütet, so werden bei der Berechnung des Härteverhältnisfaktors ZW das Verhältnis der Oberflächenhärten in Brinell (HB) und die Übersetzung berücksichtigt.
- Bei der Paarung eines vergüteten Rades mit einem randschichtgehärteten Ritzel werden bei der Berechnung des Härteverhältnisfaktors ZW die Oberflächenhärte des Rades in Brinell (HB) und die Flankenrauheit des Ritzels berücksichtigt.
- Bei etwa gleicher Flankenhärte von Ritzel und Rad weist der Härteverhältnisfaktor ZW einen Wert von 1,0 auf.
- Wird für den Fall unterschiedlicher Oberflächenhärten die Flankenhärte von Ritzel und Rad nicht eingegeben, so werden die Härtewerte aus der Vickershärte (siehe „Werkstoff“) umgerechnet.