| Formelzeichen | - |
|---|---|
| Einheit | - |
| Attribut-ID | S_VORZEIT |
| Numerische ID | 3730 |
| Datentyp | PMBoolean |
Dieser Schalter aktiviert die Berücksichtigung des vor- und nachzeitigen Eingriffs in der lokalen Lastverteilungsberechnung (Lastverteilung - analytisch). Dadurch ergibt sich eine lastbedingte Vergrößerung der Überdeckung, welche die Lastverteilung und alle weiteren, davon abhängigen lokalen Beanspruchungen im gesamten Eingriffsfeld beeinflusst.
Berechnungsmethode
Die Berechnung erfolgt im Wesentlichen auf Basis der Ergebnisse der FVA-Forschungsprojekte FVA 30 (RIKOR) und FVA 338 (DZP). Für Schrägverzahnungen wurde die Berechnung so modifiziert, dass sich der Bereich des vorzeitigen Eingriffs nur auf den Kontaktbereich am Eingriffsbeginn- und ende erstreckt.
Durch die Verformung der im Eingriff befindlichen Zähne unter Last ändern sich die Abstände zwischen den gleichgerichteten Flanken der belasteten Zähne und den benachbarten noch unbelasteten Zähnen. Diese lastbedingte Teilungsabweichung lässt das nächste noch unbelastete Zahnpaar früher in Eingriff kommen als bei unbelasteter Verzahnung [FVA-Projekt 30].
| gα | Länge der Eingriffsstrecke |
| pet | Stirnteilung |
| rb1,2 | Grundkreisradien |
Durch die Durchbiegung der Zähne, kommt die Kopfkante des getriebenen Rades nicht erst im theoretischen Eingriffsbeginn im Punkt A in Kontakt sondern bereits vorher im Punkt 1'. Der Punkt 1' liegt über dem Fußnutzkreis der treibenden Rades und wird für die Berechnung auf den auf der Wälzlinie liegenden Punkt -1 projeziert. Der Punkt -1 liegt damit vor dem dem Punkt A. Im Bereich des vorzeitigen Eingriffs erfolgt ein Zurückrutschen des Kopfes des getriebenen Rades vom Punkt 1' bis zum Beginn des theoretischen Eingriffs im Fußnutzkresidruchmesser des treibenden Rades.
Analog wird im Bereich des nachzeitigen Eingrifss vorgegangen.
Geradverzahnung
Hier kommen im Bereich der Vor- und Nachzeit zusätzliche Berührlinien in Kontakt. Die Steifigkeit dieser Berührlinien entspricht der Steifigkeit der ersten bzw. letzten regulären Berührlinie.
Schrägverzahnung
Hier erfolgt der Kontakt in der Vor-und Nachzeit nur punktförmig am Eingriffsbeginn und Eingriffsende. Die Steifigkeit im vor-- und nachzeitigen Eingriff entspricht der ersten bzw. letzten regulären (kurzen) Berührlinie im Eingriffsfeld.